Mit welchen Substanzen wird gearbeitet?

Ich begleite derzeit ausschließlich Reisen mit Psilocybin. Ergänzend kann – je nach Kontext – zeremonieller Rohkakao Teil der Vorbereitung sein. Kakao wird dabei nicht als psychedelische Substanz verstanden.

Woher weiß ich, ob eine psychedelische Reise für mich das Richtige ist?

Eine begleitete Psilocybin-Reise kann für Menschen sinnvoll sein, die sich mit inneren Konflikten, festgefahrenen Mustern oder anhaltender psychischer Belastung auseinandersetzen. Dazu zählen unter anderem depressive Episoden, Ängste, Zwangsthemen, Suchttendenzen, psychosomatische Beschwerden oder das Gefühl von innerer Leere und Orientierungslosigkeit. Gleichzeitig wenden sich auch Menschen an mich, bei denen keine klar diagnostizierte Erkrankung vorliegt, die aber spüren, dass sie innerlich feststecken oder dass etwas Wesentliches ungeklärt ist. Ob eine Reise zum aktuellen Zeitpunkt passend für dich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab: dem psychischen Zustand, der Lebenssituation, vorhandenen Ressourcen und möglichen Kontraindikationen. Das klären wir in einem ersten Gespräch gemeinsam. Dabei geht es nicht um eine Empfehlung um jeden Preis, sondern um eine realistische Einschätzung, ob dieser Weg mit mir im Moment sinnvoll und verantwortbar ist.

Gibt es Kontraindikationen?

Ja. Es gibt für mich klare Ausschlusskriterien, bei denen ich keine psychedelische Begleitung anbiete. Dazu zählen:

Darüber hinaus, gibt es Zustände, die individuell geklärt werden müssen. Dazu gehören unter anderem unbehandelter Bluthochdruck, relevante Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bestimmte neurologische Erkrankungen. Aus diesem Grund ist eine sorgfältige Abklärung (ggf. in Rücksprache mit behandelnden Ärzten/Psychotherapeuten) zentraler Bestandteil meiner Begleitung. Ziel ist nicht, möglichst viele Reisen zu ermöglichen, sondern verantwortungsvoll zu entscheiden, was im jeweiligen Moment tragfähig ist und was nicht. Wenn du dir unsicher bist oder offene Fragen hast, klären wir das im Vorgespräch gemeinsam.

Verträgt sich Psilocybin mit meinen Medikamenten?

Psilocybin kann in Kombination mit bestimmten Medikamenten Wechselwirkungen haben. Es gibt keine umfassend erforschte Liste aller möglichen Kombinationen und die wissenschaftliche Datenlage ist begrenzt. Eine öffentlich zugängliche Übersicht zu möglichen Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und psychedelischen Substanzen (Microdosing) findest du auf MicrodosingPsychedelics.com (externe Quelle: Psychedelic Interaction – Medikamenten-Check ).   Einen generellen Interaktions-Check findest du hier Psychedelic Interaction – Medikamenten-Check (externe Quelle: https://www.psychedelicinteraction.com). Medikamente, die stark in das Serotonin-System eingreifen (z.B. bestimmte Antidepressiva wie SSRIs oder MAO-Hemmer, Antipsychotika oder Lithium) können die Wirkung und Sicherheit von Psilocybin maßgeblich verändern und stellen eine Kontraindikation dar. Die Einnahme von Medikamenten wird deshalb im Vorgespräch sorgfältig geklärt. Bei Unsicherheiten ist eine ärztliche Rücksprache erforderlich.

Was ist mit sogenannten „Horrortrips"?

Der Begriff „Horrortrip“ wird häufig verwendet, ist aber aus meiner Sicht wenig hilfreich. Psychedelische Erfahrungen können herausfordernd sein, ja. Emotional, körperlich oder in der Wahrnehmung. Das bedeutet jedoch nicht automatisch, dass sie gefährlich oder schädlich sind. In einem sicheren Setting mit guter Vorbereitung, klarer Begleitung und Integration geht es nicht darum, unangenehme Inhalte zu vermeiden, sondern ihnen haltgebend zu begegnen. Herausfordernde Phasen während einer Reise sind kein Zeichen dafür, dass etwas „schiefgeht“. Im Gegenteil: In der Forschung wie auch in der Praxis zeigt sich, dass gerade solche Erfahrungen unter bestimmten Bedingungen besonders positive und klärende Effekte haben können. Entscheidend sind Set und Setting: die innere Verfassung, die äußeren Rahmenbedingungen und der Umgang mit dem, was auftaucht. Meine Aufgabe in der Begleitung ist es, auch in intensiven oder schwierigen Momenten Stabilität, Orientierung und Sicherheit zu bieten. Der Umgang mit intensiven und herausfordernden Situationen sind mir aus meiner Arbeit und eigenen Erfahrungen vertraut.

Wie lange geht so eine Reise?

Die Wirkung von Psilocybin dauert in der Regel 4 bis 8 Stunden. Wie lang eine Reise tatsächlich erlebt wird, ist individuell und hängt unter anderem von Dosis, Set & Setting und den inneren Prozessen ab. Für die Begleitung wird ausreichend Zeit eingeplant.

Wie sicher ist die Einnahme von Psilocybin?

Unter Berücksichtigung der genannten medizinischen und psychischen Ausschlusskriterien sowie der Einhaltung eines sicheren Settings gilt Psilocybin als sehr sicher. Entscheidend ist eine sorgfältige Vorbereitung, ein geschütztes Setting und eine verantwortungsvolle Begleitung. In Studien und Screenings wird Psilocybin insgesamt als gut verträglich beschrieben:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/38574699/
https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/18593734/

Ist das legal?

Ja, der Erwerb und Besitz psilocybinhaltiger Trüffel ist in den Niederlanden legal. Die Vorbereitung und die Nachbereitung (Integration) finden in Deutschland statt und sind rechtlich unproblematisch, da es sich dabei um Gespräche, Begleitung, Coaching und Reflexion handelt, nicht um die Einnahme von Substanzen. Die eigentliche Reise wird in den Niederlanden durchgeführt.

Wieviel kostet eine begleitete Reise?

Der genaue Rahmen hängt unter anderem von der Dauer der Begleitung, der gewählten Unterkunft sowie dem organisatorischen Aufwand vor Ort oder individuellen Bedürfnissen ab. Die An- und Abreise der Teilnehmenden erfolgt eigenständig. Im unverbindlichen Vorgespräch klären wir transparent und auf dich zugeschnitten, welcher Rahmen sinnvoll ist und wie sich die Kosten konkret zusammensetzen. Wenn wir uns anschließend für eine Zusammenarbeit entscheiden und die Zahlung erfolgt ist, beginnen wir mit der inhaltlichen und organisatorischen Vorbereitung. → Zu den Kontitionen

Der Rahmen meiner Arbeit

Die angebotene Begleitung ist kein Ersatz für medizinische psychotherapeutische Behandlung. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen abgegeben.

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